Simon Szustkowski

Ein Blog über alles, was mir gerade so durch den Kopf geht

Feb 4, 2009

Using Twitter as a Tumbleblog

In meiner (teilweise allzu großzügig bemessenen) freien Zeit stolpere ich bei meinen Streifzügen durch das Internet immer wieder auf interessante oder lustige Sachen, die ich auch gerne propagieren- weiterverbreiten möchte.

Als versierter Web2.0-Junkie weiß ich natürlich, dass ein solcher Informationsstream meinerseits als Tumblelog (von engl. “to tumble” – stolpern) bezeichnet wird.

Nun stellte sich die Frage, wie ich so etwas denn realisieren könnte. Klar, ich habe ein “vollwertiges” Blog, aber irgendwie ist es mir zu schade, für jeden kleinsten Link einen kompletten Post abzuschicken.

Diesem Problem haben sich schon findige Köpfe angenommen, und so gibt es Dienste wie Soup.io oder Netvibes.com. Jedoch auch da das Problem, dass man dafür wieder einen eigenene Account braucht, und sich noch mehr Login-Daten merken muss. Oder aber man machts wie ich, und hat eh nur 3-4 User/Password-Kombis.
Aber auch da besteht ein winziges potenzielles Sicherheitsrisiko, wenn z.B. irgendeine Seite die Logindaten hinterhältig als Klartext speichert.

Lösungsansatz: Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich ein leidenschaftlicher Twitter-User bin. In zusammenspiel mit TinyURL reichen 140 Zeichen dicke für eine URL plus Kommentar.
Es gibt dazu einige Angebote.

Zum einen: Twimbler. Die Idee dahinter ist nicht schlecht. Man postet seine Posts mit nem Hashtag, der URL und ner Beschreibung. Ein Bot wertet die Public Timeline aus, und filtert alle Tweets mit diesem Hashtag. In Twimblers Fall ist das “#log:” vor jedem Post. Jeder so getaggte Tweet erscheint automatisch unter twimbler.com/username.
Ohne Registration, alles nett und übersichtlich.
Der Dienst sagt mir jedoch nicht wirklich zu, da man alles immer noch manuell eingeben muss, man eine zweite Seite braucht, und meine “normalen” Follower von den Hashtags genervt werden. Ich mag die Teile persönlich selber überhaupt nicht.

Jetzt braucht man für komfortables Twittern am besten noch ein Bookmarklet, um direkt per One-Klick die URL lesefreundlich in seine Personal Timeline zu posten. Diese Aufgabe nimmt einem z.B. TwitThis ab. Es werden zwei Buttons angeboten. Zum einen das erwähnte Bookmarklet, zum anderen ein TwitThis-Button zum einbinden auf die eigene Homepage. Klickt man darauf, öffnet sich ein Popup, in dem man einen zusätzlichen Kommentar eingeben kann. Direkt danach steht der Tweet online.
Nettes Feature: Es werden auch andere Twitteruser angezeigt, die diese URL ebenfalls getweetet haben. Da kann man weitere Meinungen einholen.

Und wieder einmal bin ich baff, was das Offenlegen der eigenen API für Erfolge bescheren kann.

Einer meiner nächsten Posts wird über last.fm sein. Benutzt das wer von euch? Kommentare erbeten. :-)

Zu guter letzt möchte ich das Sternenkind unter meinen Followern begrüßen. Willkommen bei Twitter. Auch wenn du dich am Angfang aufgrund der Nutzlosigkeit und des potenziellen Datenkrakismus gesträubt hast…du wirst es nicht bereuen.
Nutzlos ist Bloggen oder VZ-en auch. Und Twitter hat immerhin einen beschränkten Datenkrakismus, da man selber entscheiden kann, wieviel es über einen wissen soll.