Simon Szustkowski

Ein Blog über alles, was mir gerade so durch den Kopf geht

May 6, 2009

Buschfunk im VZ, oder: Warum Twitter einfach besser ist

Ab dem heutigen Tag ist die Verbrecherkartei der Kripo- die VZ-Gruppe um ein “tolles” Feature reicher. Buschfunk heißt es, und soll folgendem Zweck dienen: Der Beantwortung der Frage “Was machst du gerade?”.

Hmm, kennen wir das nicht irgendwoher? Richtig. Der kleine Dienst mit dem t und dem Vögelchen kann sowas schon lange. Die Betreiber des VZ haben nur mittlerweile erkannt, dass das Microbloggingmitteilungsbedürfnis mittlerweile auch in der deutschen Bevölkerung gestiegen ist. Endlich, denn Facebook Germany, sowie mySpace hatten dieses Feature schon lange drin.

Dennoch hat das VZ dieses Feature unglaublich schlecht umgesetzt. Es gibt nun zwei Möglichkeiten, seinen Status auszudrücken. Zum einen über das bekannte “Ist gerade…” auf der eigenen Profilseite, zum anderen über den Buschfunk.- Doch nicht. Sie haben es scheinbar irgendwie zusammengemerged. (Ich würde zu gerne wissen, wieso die gerade diesen Namen gewählt haben.) Es gibt noch weitere Negativaspekte:

  • Der BF sorgt dafür, dass die Startseite nach dem Einloggen um das doppelte länger zum laden braucht.
  • Es gibt keine @-Replies
  • Die PM-Funktion ist ganz woanders.
  • Links werden immer noch nicht ordentlich als [ geparsed. Wurden sie noch nie, weiß der Henker warum.]()
  • Das Killerfeature von Twitter, eine scheunentorweit offen stehende API bietet das VZ ebenfalls nicht. Es wird also keine komfortablen Clients geben.
  • Die meisten Otto Normaluser werden sich übelst drüber aufregen, dass sie nur 140 Zeichen haben, und können es nicht nachvollziehen.
  • Da einem das Feature quasi aufgedrückt wird, wissen die meisten nichts damit anzufangen, und beschweren sich erstmal kräftig. Natürlich in der Public Timeline.
  • Man followed automatisch allen “Freunden”. Toll, ich habe aber zB alle Leute die ich kenne in meiner Freundesliste, möchte aber nicht unbedingt allen folgen. Bei Twitter war das so schön selektiv.

In meinen Augen versucht das VZ so gerade noch auf den abfahrenden Zug aufzuspringen, aber kriegt es übelst nicht geschissen. Erinnert mich irgendwie an die BRAVO, die auch versucht, alle aktuellen Trends auszuschlachten, und schließlich mit Fake-Interviews und Nacktbildern und Geschichten vom ersten Mal irgendwie noch versucht, Geld zu machen.

FAIL.