Simon Szustkowski

Ein Blog über alles, was mir gerade so durch den Kopf geht

Jan 28, 2011

Fenix E05 - ein Erfahrungsbericht

Fenix E05Zum Anfang meiner Geocacherkarriere hatte ich mir mal im örtlichen Baumarkt die LED Lenser P3 gekauft. Weitere Taschenlampen folgten, und die P3 wurde zu meiner Hosentaschen-Lampe, neudeutsch: Every Day Carry, kurz EDC. Irgendwann ist die P3 dann irgendwo verschollen gegangen, und eine neue EDC musste her. Da ich im Laufe der Zeit kein gutes Bild von LED Lenser bekam, und Anfang November 2010 Fenix mit der E05 einen Nachfolger der E01, die ebenfalls als EDC designt war, rausbrachte, wurde ich also ein Early Adopter von dieser Lampe. Damals war ich bei irgendeinem dubiosen Taschenlampenshop, heute gibts die Lampe auch bei Amazon. Kostenpunkt: Zwischen 20 und 22€.

Lieferumfang
Die Lampe wird mit einer kurzen Bedienungsanleitung sowie einem kleinen Schlüsselring und einem Ersatz-O-Ring in einem recht schwer zu öffnenden Blister geliefert. Der Händler hatte noch eine AAA-Batterie dazugelegt.

Aufbau der Lampe
Fenix E05 AufbauDie Lampe besteht grundsätzlich aus zwei Teilen. Zum einen das Gehäuse, wo die einzelne AAA-Batterie reingeschoben wird, und zum anderen der Lampenkopf mit LED und Reflektorscheibe. Am Gehäusefuß sind 2 Langlöcher ausgeformt, um den Schlüsselring oder etwas ähnliches zu befestigen. An der Seite sind zwei Nuten reingefräst, sowie zwei Flächen, von denen eine mit Hersteller- und Modellbezeichnung beschriftet ist. Der Lampenkopf ist auf dieses Gehäuse aufgeschraubt, dazwischen sitzt ein O-Ring als Dichtung. Der Lampenkopf lässt sich nicht öffnen, etwa um die LED zu modifizieren. Eine Besonderheit ist die Frontscheibe, diese ist nämlich nicht durchsichtig, sondern, ähnlich wie ein Katzenaugenreflektor, aufgeriffelt, um maximale Lichtstreuung zu gewährleisten. Sowohl Kopf als auch Gehäuse sind schwarz anodisiert und geriffelt, die Anodisierung ist an den Zylinderseitenflächen recht haltbar, lediglich an der unteren Kante schimmert nach 2 Monaten Benutzung das blanke Metall durch.

Bedienung
Die Bedienung der Lampe erfolgt durch einen Drehschalter, wobei “Schalter” schon zu hochgestochen klingt. Wenn man, nach dem Einlegen der Batterie, den Kopf aufs Gehäuse schraubt, kommt irgendwann ein Punkt, an dem die Schraubreibung geringer wird. Der Kopf bildet nun mit dem Gehäuse und dem O-Ring eine wasserdichte Einheit. Weiteres Drehen steuert die Lampe. Wenn der Kopf wirklich bis Anschlag festgeschraubt ist, ist die Lampe an, wenn man ihn etwas weiter los dreht, geht sie aus, weil sich der Kontakt des Kopfes von der Batterie löst. Das ist alles. Das Gewinde ist recht lang, und der Widerstand auch merklich spürbar, sodass man den Kopf nicht versehentlich zu weit abschrauben kann, dennoch hätte ich mir von einer Lampe dieser Preisklasse etwas mehr erhofft, und war anfangs etwas enttäuscht.

Das Leuchtverhalten
Fenix E05 BeamshotDie Lampe ist für ihre Größe unglaublich hell. Einen normalen, unbeleuchteten Kellerraum leuchtet sie locker aus, lediglich in der Ferne wird sie schnell schwächer. Durch die Katzenaugenoptik streut sie auch recht stark, und blendet nicht. Der Beam ist homogen, er wird nur zu den Rändern hin etwas schwächer. Die Batterielebensdauer hat Fenix mit 10 Stunden Dauerbeleuchtung angegeben. Da man mit so einer Lampe wohl kaum nächtelang durch den Wald rennt, sondern sie nur mal kurz in schlechten Lichtverhältnissen nutzt, ist das völlig ausreichend. Nach 2 Monaten nutze ich immer noch die erste Batterie, und es sieht so aus, als würde das noch einige Zeit so bleiben.

Fazit
Wer eine Lampe sucht, mit der er die übelsten Nachtcaches machen kann, oder mit deren Strahlweite man(n) eine eventuelle anatomische Benachteiligung ausgleichen möchte, der ist hier falsch. Wer aber eine Lampe sucht, die am Schlüsselbund nicht weiter auffällt, die aber trotz ihrer kleinen Größe ein fantastisches Leuchtverhalten zeigt, der ist hier richtig. Stromausfälle, unbeleuchtete nächtliche Heimwege, Reparaturen unterm Auto, schattige Ecken. All das sind die Szenarien, wo die E05 schnell ihr Potenzial entfalten kann. Die Leuchtleistung macht auch den Preis und die anfängliche Enttäuschung über den doch recht einfach designten Schaltmechanismus wieder wett.