Simon Szustkowski

Ein Blog über alles, was mir gerade so durch den Kopf geht

Aug 12, 2013

CrashPlan auf FreeNAS installieren

Ein FreeNAS beherbergt meistens recht viele Daten. Mehrere Terabyte sind keine Seltenheit. Je nach Art der Daten ist ein Verlust nicht hinnehmbar. Und daher möchte man trotz des RAIDZ ein Backup haben. Doch wohin backupt man terabyteweise Daten? Optimal ist natürlich ein zweites NAS, was man nach einer initialen Spiegelung außerhalb der Wohnung woanders ans Internet anschließt, und was sich synchron vom Haupt-NAS erneuert. Doch das scheitert meistens daran, dass man weder die Hardware noch den geeigneten Aufstellungsort für ein Backupsystem hat. Ein Backupsystem in der eigenen Wohnung scheidet aus, da bei einem Brand, oä. beide Systeme zerstört wären.

Es gibt allerdings Offsite-Backuplösungen, bei denen man sich für einen gewissen Betrag pro Monat eine gewisse Speichermenge mieten kann. In der Regel sogar unbegrenzte Speichermenge. Man muss dabei allerdings im Hinterkopf behalten, dass solche Anbieter in der Regel irgendwie US-Amerikanische Wurzeln haben, und die NSA da mit Sicherheit Lesezugriff hat. Für äußerst sensible Daten muss daher eine andere Lösung gefunden werden. Für alles andere, was man auch bedenkenlos seinen Eltern oder wildfremden Leuten auf der Straße zeigen würde, kann sich eine Offsite-Lösung allerdings lohnen. Vorausgesetzt, man hat eine verhältnismäßig schnelle Internetverbindung, die nicht Volumentarifbasiert ist. Es müssen nämlich die vollen x Terabyte zunächst hochgeladen werden, was einige Tage bis Wochen dauern könnte, und im Schadensfall wieder heruntergeladen werden. Viel Arbeit, sehr zeitaufwändig, aber immer noch besser als der volle Datenverlust.

Einer der Offsite-Anbieter, CrashPlan bietet seine Backupsoftware auch für Linux an. Man kann sie mit ein bisschen Gefrickel auch auf einem FreeBSD-Rechner installieren, und damit auch auf einem FreeNAS-System. Die nötigen Schritte habe ich in meinem Wiki mal beschrieben.