Simon Szustkowski

Ein Blog über alles, was mir gerade so durch den Kopf geht

May 11, 2017

Kino-Kurzmeinung 1 - Hacksaw Ridge

Durch meine Aktivität im Uni-Film-Club Dortmund und weil ich im Besitz einer UCI Unlimited Card bin, gucke ich relativ regelmäßig neuere oder auch mal ältere Filme - und habe dann natürlich auch eine Meinung dazu. Ich möchte diese Meinung im Folgenden hier immer kurz kundtun. Erwartet keine bombastischen Filmkritiken, sondern vermutlich eher Empfehlungen, wie solche, die man seinen Freunden geben kann.

Kommen wir zum ersten Film, den wir gestern im UFC gezeigt haben: Hacksaw Ridge

Man merkt relativ eindeutig, dass der Film aus der Regie von Mel Gibson stammt. Lange Laufzeit, verhältnismäßig episches Thema, ungeschönte Darstellung von Gewalt. Wie auch andere bekannte Kriegsfilme (Full Metal Jacket) splitted sich der Film in 2 Teile: Vorgeschichte, bzw. Ausbildung in der Kaserne, und dann der eigentliche Kriegseinsatz. Aber anders als der angesprochene Full Metal Jacket, der ja als einer der Paradestücke der Anti-Kriegsfilme gilt, geht Hacksaw Ridge ganz anders mit dem Drill des Bootcamps und mit dem Schrecken des Kriegseinsatzes um. Während das Bootcamp weitaus harmloser, fast lustig, dargestellt wird, ist der Kampfeinsatz weitaus weniger subtil, sondern voll auf die Fresse, mit abgesprengten Gedärmen und bereits toten Soldaten, deren Leichen noch im Maschinengewehrfeuer tanzen. Gegen Ende rutscht der Film dann leicht ins pathetische ab. Der Soldat Dos, der die Hauptfigur im Film ist, rettet im Alleingang und nur “mit der Hilfe Gottes” noch eben um die 80 verletzte Kameraden vom Schlachtfeld. Da das alles auf einer wahren Geschichte basiert, endet der Film mit einigen kurzen Interview-Ausschnitten, in denen der echte Soldat Desmond Dos, mittlerweile knapp 80 Jahre alt, interviewed wird. Ist aber im Großen und Ganzen relativ guckbar. Der Film hat seine Lacher, seine Action und seinen Pathos, und weiß zu unterhalten.