Simon Szustkowski

Ein Blog über alles, was mir gerade so durch den Kopf geht

Jul 31, 2017

Kino-Kurzmeinung 10: Baby Driver

Baby Driver ist vermutlich einer dieser Filme, die ich mir nicht angesehen hätte, hätte ich keine UCI Unlimited Card, und hätte dafür bezahlen müssen. Der Trailer hat bei mir nicht wirklich die Lust auf den Film geweckt. Ein bisschen Auto-Action, mit einem vermutlich recht prominenten Soundtrack. Kevin Spacey und Jamie Fox als prominente Zugpferde, fertig.

Tja, und was bekam ich? Genau das. Die Story war tatsächlich sehr flach. Der Protagonist Baby wird durch einen Fehler in seiner Jugend gezwungen, Fluchtwagen für einen professionellen Verbrecherboss zu fahren. Es gibt einige ganz okaye Fahrmanöver, aber irgendwie kommt der erste Teil des Filmes nicht so wirklich in Fahrt. Der Soundtrack ist allerdings grandios, und man merkt, dass da noch was kommen könnte. Hauptsächlich allerdings ärgert man sich über den Charakter, der von Jamie Fox gespielt wird, und der ein unfassbares Arschloch ist.

Im zweiten Teil nimmt der Film dann endlich etwas Fahrt auf. Er beginnt mit einer Schießerei, die so exzellent zum Soundtrack choreographiert ist, dass die Schüsse passend zum Takt fallen. Nun folgt eine Schießerei, Verfolgungsjagd, blutiges Gemetzel nach dem anderen, was schließlich in einem ganz ordentlichen Showdown in einem Parkhaus endet. Trotzdem lässt der Film einen da als Zuschauer ziemlich unbeteiligt. Sogar die eine Szene im Diner nachts, die vermutlich ultraspannend konzipiert wurde, lässt einen irgendwie kalt.

Schade ist auch, dass die bei weitem sympathischste Person des Films, der Pflegevater von Baby, nur eine Nebenrolle bekommt.

Naja. Alles in allem ein mäßig spannender Actionfilm, der eigentlich nur über den super synchronisierten Soundtrack punkten kann. Kann man sich geben, man kann es aber auch lassen, und hat nicht viel verpasst.