Simon Szustkowski

Ein Blog über alles, was mir gerade so durch den Kopf geht

Nov 7, 2017

Kino-Kurzmeinung 21: The Secret Man

Der Film ist ein mäßig spannender, aber nicht uninteressanter Politthriller über die Rolle des FBI in der Zeit nach dem Watergate-Skandal. Wer den Skandal immer noch nicht so richtig verstanden hat, hat es auch nach diesem Film noch nicht, aber dennoch gut genug, um zu verstehen, worum es geht, und mit welchen Mitteln versucht wurde, die Gewaltenteilung in dieser Zeit aufzuheben. Liam Neeson spielt Mark Felt wie immer mit Überzeugung, trotzdem scheint die Rolle nicht so ganz zu ihm zu passen. Stark abgemagert und mit komplett weißen Haaren ist es ein starker Kontrast zu seinen Rollen als Ein-Mann-Armee in der 96-Hours-Reihe oder als “Zur falschen Zeit am falschen Ort”-Held in “Non Stop”, oder im bald erscheinenden “The Commuter”.

In einer Kinowoche, wo ansonsten aber nur ein handelsüblicher Marvel-Film und das zweite Sequel einer deutschen (Haupt)schulkomödie als ernsthafte Alternativen erscheinen, ist The Secret Man aber eine entspannte Alternative, die, wie die meisten Filme, die auf historischen Gegebenheiten basieren, den Besucher mit dem guten Gewissen, doch auch minimal was für die eigene Bildung getan zu haben, entlassen, und dabei durchaus noch zu unterhalten weiß.