Simon Szustkowski

Ein Blog über alles, was mir gerade so durch den Kopf geht

Dec 5, 2017

Kino-Kurzmeinung 24: Happy Deathday

Ich merke so langsam, dass ich momentan, durch Uni und so (ich schreibe gerade meine Bachelorarbeit), nicht viel mehr mache, was bloggenswerte Dinge produziert, als ins Kino zu gehen. Nun, da müsst ihr jetzt durch. ;)

Vor schon über einer Woche war ich das letzte Mal im Kino, und habe mir einen Film angesehen, der irgendwie besser zu Halloween gepasst hätte, aber in Deutschland erst Anfang November in die Kinos gekommen ist: Happy Deathday. Ich bin unterm Strich eigentlich nicht so der Freund von Horrorfilmen, gerade so Dinger wie Paranormal Activity haben mir doch die ein oder andere schlaflose Nacht beschert - vermutlich, weil sie zu realistisch waren. Andere Filme wie z.B. die Alien-Reihe oder Planet Terror habe ich mit großer Freude gesehen.

So auch Happy Deathday. Weniger subtiles Grauen, stattdessen ein harmloser Teeny-Slasher, der bis auf ein paar Szenen nicht allzu unheimlich ist. Die Story sollte durch die Trailer hinreichend bekannt sein: Scream meets Groundhog Day. Und in genau diese Fußstapfen tritt der Film. Wie bei vielen Zeitschleifen-Filmen ist das Opfer zunächst verwirrt, dann verzweifelt, danach ist es ihm völlig egal, und es benimmt sich daneben, weil am nächsten Tag sowieso wieder alles von vorne anfängt (nur dass in diesem Fall “benimmt sich daneben” auch mal “begeht Selbstmord” bedeuten kann), am Ende ist es geläutert, und wandelt sich von einem riesigen Arschloch in eine nette Person, und dann ist die Zeitschleife auch schon wieder vorbei, ohne dass man genau erfährt, wieso es die Schleife jetzt gab, oder was sie hervorgerufen hat.

Das ganze wird dann noch schön garniert mit einem mysteriösen Messermörder, der in Scream-typischer Manier mit einer Maske auftritt, die sein Markenzeichen ist, jeder menge toter Leute (die aber nicht tot bleiben, durch die Zeitschleife ist am Ende des Films genau gar keiner tot), und der Faszination beim Zuschauer, der weiß, dass am Ende des Tages die Hauptperson sowieso stirbt, man wartet geradezu darauf, ähnlich wie während der Final Destination Filme.

Der Film ist letztendlich kein großartiges Meisterwerk, was ewig im Gedächtnis der Zuschauer bleiben wird, aber kurzweilig ist er allemal. Genau das richtige, wenn man am späten Nachmittag des 31.10. sich auf den Abend einstimmen möchte, aber es noch nicht wirklich dunkel ist, und es noch etwas dauert bis zur Party.