Simon Szustkowski

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Jan 9, 2018 - Comments

Kino-Kurzmeinung 27: Ferdinand

Filmplakat

Dieser Film hat im deutschen Release ja eigentlich noch einen Untertitel. Den ich jetzt mal absichtlich ignoriere, weil deutsche Filme meistens ziemlich nervige Untertitel haben, oder die ab und an auch sehr seltsam adaptiert wurden (man erinnere sich an den Outcry, der auf Thor 3 folgte - auch wenn die Entscheidung aufgrund der deutschen Rechte an “Ragnarök Online” halbwegs plausibel war). Ach, ich könnte mich gerade eigentlich wunderbar über modernes Trailerdesign echauffieren - aber das mache ich mal in einem anderen Post.

Kommen wir erstmal zu Ferdinand. Neben Coco der zweite größere Jahresende-Animationsfilm. Ja, es gibt da noch “Bo und der Weihnachtsstern”, aber den vernachlässige ich jetzt mal, weil er doch zu Weihnachts-Speziell ist. Ferdinand also. Mal wieder eine Buchverfilmung (haben die Drehbuchschreiber echt keine Ideen mehr?), ausgeführt als Animationsfilm (ich prognostiziere eine Realverfilmung mit CGI-Stieren noch vor 2030, weil die Drehbuchschreiber wohl echt keine Ideen mehr haben).

Die Story ist okay, und die Charaktere sind eigentlich auch nett ausgeführt. Allerdings muss sich der Film aufgrund der zeitlichen Nähe des Releases doch irgendwie mit Coco messen. Und Coco ist besser. Ferdinand bleibt irgendwie flach, vorhersehbar, und teilweise auch sehr einfach animiert. Stellenweise ist der Film ganz kurzweilig, und die Kinder, die im Kinosaal saßen, hatten ihren Spaß über die lustigen Szenen, die immer mal wieder vor kamen. An dieser Stelle eine Warnung: Einen Kinderfilm an einem Sonntag Nachmittag in einem Kino sehen zu wollen ist eine verdammt schlechte Idee.

Ohne Unlimited Card hätte ich mir den Film nicht angesehen, und er ist jetzt auch kein Film, der ewig in Erinnerung bleiben wird. Mag man Animationsfilme, oder hat Kinder unter 10 Jahren, dann kann man den Film durchaus gucken, denn sympathisch ist er wohl. Aber ob es sich irgendwann lohnen wird, ihn als DVD zu kaufen? Ich glaube nicht.

Tags: Kino

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